Hertel's WAITS for Franzy -
ein szenisches Konzert mit Songs von Tom Waits
16.und 23./24.05. jeweils 20.00 Uhr
FUP© - eine whiskey-&-blues-story
22.05., 20.00 Uhr
Damit unser Publikum und die vielen "mund-& -knie"-Begeisterten nicht trauern und ein ganzes Jahr in ihren Wohnzimmern sitzen müssen, zeigen wir nun Stücke von "mund & knie", die alte Fans gern zweimal schauen und neue begeistern werden. Im Mai gibt es die Produktionen Nr. 9 und 11 zu erleben: "Hertel's WAITS for Franzy" und aufgrund des großen Interesses einmal mehr "Fup© - eine whiskey-& -blues-story" (Foto). Im Juni steht dann Nr. 7 "Dada-Ka-Dabra" auf dem Programm.
mund & knie 9
Hertel's WAITS for Franzy - ein szenisches Konzert mit Songs von Tom Waits
Mit: Franziska Junge (Vocals), Torben Kessler (Second Vocals), Tobias J. Lehmann (Translations and Acting), Alma Toaspern (Acting and Dancing), Fabian Heublein (Photographic Acting), Franziska Junge (Cartoon-Projections), Henning Plankl (Saxophones), Vinzenz Wieg (Guitar), Sascha Stratmann / Christian Sievert (Bass), Jörg Wähner (Drums), Johannes Geißer (Live-Samplings), Thomas Hertel (E-Piano and Direction), Thomas Weinhold (Bühne), Barbara Schiffner (Kostüme), Dirk Drescher (Ton), Ingmar Scheffler (Licht), Anja Dunkel (Regieassistenz), Edward Kennert (Produktionsleitung)
Leidend sitzt ein Mann am Tresen einer verrauchten Bar und erzählt mit whiskeygefärbter Stimme von Grausamkeit und Schönheit des Lebens – meist verkörpert durch die Frau, die ihn gerade verlassen hat... Ungefähr das ist der zutiefst männliche Inhalt von Tom-Waits-Songs. In "Hertel's Waits for Franzy " werden diese aufgebrochen in eine fulminante Vielstimmigkeit: gesungen von einer jungen Sängerin, sprachlich und spielerisch übersetzt von Dolmetscher und Tänzerin – dem Objekt seiner Begierde, seiner Femme Fatale, der Frau seiner Sehnsüchte – ergänzt durch Waits- und Hertel-typische Klangkuriosa, Live-Samples, die ein Schauspieler mit vollem Körpereinsatz, mit Atem, Messer am Schleifstein, dem Kopf unter Wasser, Luftballon und Harke erzeugt. Die Szenen einer Liebessehnsucht sind untermalt (oder übermalt?) mit auf Leinwand projizierten erotischen Pop-Cartoons, die Sehnsüchte der Szenen herausgestellt in fotografierten voyeuristischen Momentaufnahmen. In einer fast übermütigen Dynamik setzen sich Gesang, Tanz, Bild, Band und Sprache in immer neue Verhältnisse zueinander. Diese Mischung erscheint gleichermaßen als Hommage und Parodie: Man lacht, während man eine Gänsehaut bekommt.
"Das ist anrührend, komisch, direkt und musikalisch. "Mund und Knie 9" ist anderes Theater, zeigt, wie Theater sein kann, das sich aufmacht, Dominanz und Autorität aufzubrechen." (Michael Lohmann in "Elend und Noblesse" Elend und Noblesse)
Samstag, 16., Samstag, 23., und Sonntag, 24. Mai, jeweils 20.00 Uhr.
Vorverkauf online hier, im culton und in der Schaubühne: 9,50 Euro zzgl. Baufuffziger.
Abendkasse: 13,50/9,50 (ermäßigt) Euro zzgl. Baufuffziger.
mund & knie 11
FUP© - eine whiskey-&-blues-story
Mit: Torben Kessler (Sprache, Gesang, Spiel) und Thomas Hertel (Leitung und Keyboards), Thomas Weinhold (Bühne), Barbara Schiffner (Kostüme), Dirk Drescher (Ton), Ingmar Scheffler (Licht), Edward Kennert (Produktionsleitung)
Die Geschichte um die Ente "Fup" beginnt, als Großvater Jake mit Hang zu Whiskey und Blues seinen verwaisten Enkel Tiny zu sich nimmt. Der Junge liebt es, Zäune zu bauen, die jedoch der böse Wildschweineber immer wieder einreißt. Eines Tages findet Tiny ein halbtotes Entenküken, das Jake mit Whiskey wieder zum Leben erweckt. Bald wird das Küken zu einer vollschlanken Ente und kann Tiny bei der Jagd nach dem Eber zur Seite stehen. Ansonsten spielt vor allem Jakes Glaube an das ewige Leben eine wichtige Rolle. Dieses hofft er mit Hilfe der hochprozentigen Geheimrezeptur eines alten Indianers zu erhalten.
In der szenischen Lesung mit Musik nach dem gleichnamigen Weltbestseller von Jim Dogde schlüpft der Schauspieler Torben Kessler mit Leichtigkeit in die verschiedenen Charaktere. Er wird dabei von Thomas Hertel, der den Abend inszeniert hat, dessen Live-Samplings und diversen Techniktricks unterstützt.
"Kessler und Hertel (stehen) dem Sprachwitz von Harry Rowohlts Übersetzung in nichts nach. Das alles strotzt vor Spielfreude, vor kleinen und großen, immer gelungenen Gags. Und wie nebenbei zaubert Torben Kessler souverän vorgetragene Songs aus dem Cowboyhut. Komplett ist das Ganze natürlich erst mit Fup. Zunächst ein schmutziges Fellklümpchen, wird sie mit Granddaddys Whiskey zu einer zerfledderten, aber passablen Bühnenente aufgepäppelt. Auch mit ihr lässt sich allerhand Unsinn treiben." (Kreuzer, 2007)
© 1983 by Jim Dodge
© 2002 by Rogner & Bernhard GmbH & Co. Verlags KG, Berlin Übersetzung von Harry Rowohlt
Freitag, 22. Mai, 20.00 Uhr.
Vorverkauf online hier, im culton und in der Schaubühne: 9,50 Euro zzgl. Baufuffziger.
Abendkasse: 13,50/9,50 (ermäßigt) Euro zzgl. Baufuffziger.