Irmela Gertsen: Mikrokosmos
Ausstellung im WW
Den skulpturalen Forschungen der Hallenser Künstlerin Irmela Gertsen liegt von jeher ein Interesse an verborgene Qualitäten alltäglicher Gegenstände und Materialien zugrunde. Im Kunstraum Delikatessenhaus baute sie 2006 beispielsweise in einem zwei Wochen dauernden Work in progress filigrane Türme aus Wattestäbchen und Zahnstochern, die in die Höhe wucherten, umfielen und weitergebaut wurden. Große visuelle Leichtigkeit ist ein wesentliches Charakteristikum der oft raumgreifenden Arbeiten, die in jüngster Zeit vor allem aus Papier entstehen. Irmela Gertsens aktuelle zartfarbigen Miniaturobjekte werden im WW, unserem Austellungsraum im Untergeschoss des Hauses, zu einer Rauminstallation verbunden, die den Kubus in zurückhaltender Weise verändert. Die Konstellation der Objekte wirkt in ihrer Gesamtheit auf den Betrachter wie eine fremdartige, künstlich generierte Welt im Kleinen, noch ehe er genau erkannt hat, worum es sich eigentlich handelt. Wer mehr erfahren möchte, ist aufgefordert, sich die sprießenden Kegel am Boden oder die zum Teil an Bauformen erinnernden Konstruktionen im Raum aus der Nähe zu betrachten. Bei genauem Hinschauen offenbart sich hierbei ein in seinen Details und seiner Synthese aus organischen und architektonischen Formen überraschender Mikrokosmos aus Papier.
Eröffnung und Künstlervortrag: Samstag, 10. Juli, 20.00 Uhr.
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11.07.2010 - 30.07.2010
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