Büchner Zyklus
Anatomie Woyzeck - Teil III
Theater trifft Wissenschaft | im Naturkundemuseum

"Meine Herren dies Tier, das Sie da sehn, Schwanz am Leib, auf sei vier Hufe ist Mitglied von alle gelehrte Sozietät, ist Professor an unser Universität, wo die Studente bei ihm reiten und schlage lernen.“ (Woyzeck, Hb,2)

Georg Büchner ist nicht nur durch sein literarisches Werk und sein politisches Engagement im kulturellen Gedächtnis geblieben, sondern auch durch seinen wissenschaftlichen, medizinischen Blick auf die Welt. In einer mehrteiligen Reihe von Lecture Performances an ungewöhnlichen Orten versucht das Schau-Ensemble, mit Diskursen und Stimmen aus verschiedenen Fachrichtungen seinem Dramenfragment „Woyzeck“ wissenschaftlich und künstlerisch auf die Spur zu kommen. Nachdem Teil I und II sich in unterschiedlicher Weise mit der Hinrichtung des historischen Vorbilds befasst haben, gehen wir in der aktuellen Ausgabe im Naturkundemuseum Büchners Gedankengängen hinsichtlich der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier auf den Grund. Seinem Protagonisten Woyzeck folgend – der monatelang als Versuchskaninchen dazu gezwungen wird, nichts als Erbsen zu essen, bevor er seine Geliebte Marie ersticht –, stellen wir uns die Frage, was mit einem Menschen passiert, „wenn einem die Natur kommt“ (Woyzeck, Hd,8). Prof. Dr. Roland Borgards, der in seinem Band „Georg Büchner: Epoche – Werk – Wirkung“ dem Thema „Tiere“ ein ganzes Kapitel gewidmet hat, wird uns wissenschaftlich begleiten.

Ein Projekt der Schaubühne Lindenfels in Kooperation mit der Universität Leipzig – Institut für Theaterwissenschaft. Gefördert durch die ERES-Stiftung München und die Rudolf-Augstein-Stiftung.

Die Veranstaltung "Anatomie Woyzeck - Teil III" wird zusätzlich gefördert durch: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. 

Mi / 31.01. / 19:00

Abendkasse: 5 €

Um Reservierung wird gebeten.

Unter service@schaubuehne.com oder 0341-484620

Naturkundemuseum, Lortzingstraße 3


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