ELDORADO XXI
im Original mit engl. Untertiteln

(english below)

Kein Goldrausch, nicht die Aussicht auf schnellen Reichtum, sondern die Hoffnung darauf, das Elend etwas zu mildern, treibt die Leute ins Minenrevier La Rinconada, die höchstgelegene Siedlung der Welt. In den peruanischen Anden auf 5000 Metern Höhe knechten Arbeiter*innen unter vorindustriellen Produktionsbedingungen mit ihren schlichten Werkzeugen – über Tage der widrigen Witterung ausgesetzt, unter Tage begleitet von der Angst, bei einem Grubeneinsturz von Erdmassen begraben zu werden. Allein der Koka-Rausch hält die Wirklichkeit auf Abstand. Die Unerbittlichkeit der Verhältnisse übersetzt Lamas in eine fast einstündige Eröffnungssequenz, deren Perspektive statisch ist und die dennoch von viel Bewegung durchzogen ist. Wie in einem Wimmelbild erklimmen hunderte, unkenntliche Mineros einen Berghang, dessen ihn umgebende Dunkelheit nur durch den Schein ihrer Helmlampen erhellt wird. Unterlegt ist die Monotonie des Malstroms mit Berichten von Arbeiterinnen, mit Ausschnitten, Jingles und Unfallberichten aus dem Minenradio. Auf dieses Stück rigorosen Dokumentarismus folgen in ihrer Kargheit expressive Bilder von tristen Abraumhalden, von Gewerkschafter*innen, die sich im Schneetreiben treffen, bis sich die Dorfgemeinschaft schließlich bei einem bunten und lärmenden Fest zusammenfindet

Portugal, Frankreich 2016 von Salomé Lamas, 125', Dokumentarfilm, OmeU

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It is neither a gold rush, nor the prospect of quick wealth, but the hope to alleviate misery is driving people to the mining site La Riconanda, the highest situated settlement in the world. At 5000 meters above sea level in the Peruvian Andes Mountains, workers graft with their modest tools under preindustrial production conditions. The ones above ground are exposed to adverse weather, the ones underground accompanied by the fear of being buried, should the pit cave in. Only the intoxication with coca keeps reality at bay. Lamas translates the implacability of circumstances into a nearly one hour opening sequence, whose perspective is static but nonetheless streaked by a lot of movement. Similar to a hidden object picture, hundreds of unrecognisable mineros crest a mountain slope, surrounded by darkness, only lit by the glow oft their helmet lamps. The monotony of the maelstrom is attributed with accounts of workers, snippets, jingles and reports of accidents from the miner’s radio station. This piece of rigorous documentary is followed by the expressive barrenness of images displaying sad attle heaps, unionists meeting in blowing snow and the village community finally meeting in a colourful and noisy celebration.

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

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