FUCK YOU, Eu.ro.Pa! / Fuck you Moldova!
Von: Nicoleta Esinencu und Marina Frenk

Wenn es eine moldauische weibliche Stimme gibt, die Europa befragt, dann kann es auch eine nationalitätslose weibliche Stimme geben, die Moldau infrage stellt. Nicoleta Esinencu spricht in ihrem wütenden Monolog „FUCK YOU, Eu.ro.Pa!“ mit ihrem verstorbenen Vater. Sie erinnert sich an die Kindheit in Moldau, an ihr Studium, an ihre Zeit in Europa, an die Perestroika-Zeit. Und vor allem daran, wie Geld und Sinnlosigkeit sich in ihr sehr junges Leben eingeschlichen haben.Die Schauspielerin Marina Frenk, geboren in Moldau, als es noch sowjetisch war, hat russisch-jüdische Wurzeln und lebt seit ihrer Kindheit in Europa. Keine Moldauerin zu sein, nicht wirklich Deutsche, Russin oder Jüdin, bedeutet für sie auch, ein Mensch ohne Nationalität zu sein. Was also, wenn man gewissermaßen schon als Ausländerin auf die Welt gekommen ist? Marina Frenk performt Esinencus Text und anschließend ihre selbst eingerichtete persönliche Antwort darauf.

Der mit dem rumänischen Dramacum-Preis ausgezeichnete und international vielbeachtete assoziative Monolog „FUCK YOU, Eu.ro.Pa!“ wurde nach seinem Erscheinen in der Republik Moldau verboten. Immer noch hochaktuell, erzählt er mehr als einen kurzen Zeitabschnitt der Geschichte der ehemaligen UdSSR. „FUCK YOU, Eu.ro.Pa!“ wurde 2014 im Studio Я von Katharina Kummer inszeniert.

Mit: Marina Frenk, Anton Berman und Kostia Rapoport
Musik: The Real Baba Dunyah

Anschließend Publikumsgespräch mit der Schauspielerin Marina Frenk und der Autorin Nicoleta Esinencu, moderiert von Sasha Marianna Salzmann.

Eine Produktion des Studio Я/Maxim Gorki Theater. “FUCK YOU, Eu.ro.Pa! Fuck you, Moldova!“ wird im Rahmen des Programmschwerpunkts Europa 21 der Robert Bosch Stiftung und der Leipziger Buchmesse gezeigt.

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

im Ballsaal

Der Eintritt ist frei bei begrenzter Platzkapazität!


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