MittwochsATTACke
Die deutsch-russischen Energiebeziehungen – Kontinuitäten und Brüche im geopolitischen Umfeld

Mit dem Bau der Pipeline „Nord Stream 2“ will die Bundesrepublik zum Verteilerzentrum für Erdgas werden. Das missfällt einigen EU-Mitgliedern und den USA, die Russland außen vor lassen wollen. Die Bundesrepublik Deutschland und die Russische Föderation verfügen über ausgeprägte bilaterale Energiebeziehungen, die länderspezifische Abhängigkeiten erzeugen und zugleich produktive Kooperationsbedingungen ermöglichen.
Diese Beziehungen sind von Konflikten beeinflusst, die sich aus den allgemeinen geopolitischen sowie geoökonomischen Entwicklungen ergeben. Beispielsweise sind die jüngsten US-amerikanischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Energiebereich ein Merkmal wirtschaftlicher und politischer Konkurrenz im Weltmaßstab.
Im Kalten Krieg hatten das Röhrenembargo von 1962/63, die Konflikte um die Erdgas-Röhren-Geschäfte ab Mitte der 1970er Jahre, aber auch die westdeutsche Entspannungspolitik Einfluss auf die Kontinuitäten und Brüche in den westdeutsch-sowjetischen Energiebeziehungen.
In der jüngeren Vergangenheit spielten ebenso die privatkapitalistischen Transformation Russlands oder die aktuelle Zuspitzung rund um die Ukraine-Krise eine bestimmende Rolle für die Entwicklung des bilateralen Energieverhältnisses, für welches ebenso der jeweilige rechtliche Ordnungsrahmen und wandelnde politische Interessen von Bedeutung sind.

Auf der Grundlage eines Begriffs der Geopolitik, der aus der Schule der kritischen Internationalen Politischen Ökonomie hergeleitet wird, und die jeweilige zeitgebundene weltpolitische Lage einbeziehend, analysiert die Politikwissenschaftlerin und Autorin Franziska Lindner die neuere Geschichte der (west)deutsch-russischen Beziehungen im Energiebereich.

Eine Veranstaltung von attac Leipzig.

Mi / 26.09. / 18:00

Der Eintritt ist frei.


Industrie|Kultur|Festival #3
Verlust und Gewinn - ein Abend um Karl Heine und das „liebe Geld“

25.08. / 18:00 / Dialog, Musik, Theater & Performance Am 130. Todestag von Karl Heine laden die „6. Tage der Industriekultur Leipzig“ zu einem ebenso tempo- wie inhaltsreichen Abend. Ticket

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TRUE WARRIORS
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22.09. / 20:00 / Kino & Film, Dialog Dokumentarfilm über eine Gruppe Künstler in Kabul, deren Theaterstück über Selbstmordanschläge zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Mit Filmgespräch.

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BÜHNE FÜR MENSCHENRECHTE: DIE ASYL-DIALOGE

12.10. / 20:00 / Theater & Performance, Dialog Erstmals zeigt die Bühne für Menschenrechte ihr gesamtes Repertoire außerhalb Berlins: dokumentarisches, wortgetreues Theater.

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BÜHNE FÜR MENSCHENRECHTE: DIE NSU-MONOLOGE
in deutscher Sprache

14.10. / 20:00 / Theater & Performance, Dialog Erstmals zeigt die Bühne für Menschenrechte ihr gesamtes Repertoire außerhalb Berlins: dokumentarisches, wortgetreues Theater.

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