DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN
im Original mit engl. Untertiteln

Das melancholische Mädchen driftet durchs Sein. Sucht ein Lager in der Nacht. Begegnet den Schwärmern und Gestalten. Lässt sich ein. Zieht sich aus. Und dann weiter. Als Alien, Kunstfigur, Every-Woman. Ein offenes Spiel. Mit dem internalisierten Bildgedächtnis und den Erwartungen daran, wie Mädchen und Frauen zu sein haben. Die Projektions- wird zur Verhandlungsfläche. Körper trifft These trifft durchkommerzialisierte Selbstoptimierung. Zwischen performten Antworten und gelangweilten Interaktionen blitzt es auf, bricht es unter Make-Up, Hairstyle und der Lollipop-Ästhetik hervor: Frausein, Menschsein, Verbündetsein - im Angesicht der Individualisierungsmaschine. Susanne Heinrichs Debütfilm interessiert sich für die sozialen und politischen Dimensionen von Depression. In den Mantel eines feministischen Manifests kleidet sich ein existentielles Wagnis: Begehren und Begegnen jenseits von Rollenklischees und Marketingstrategien. Das Sich-aufs-Spiel-Setzen wird dabei solange verhandelt, bis es sich verwandelt, weg von idealisierter, romantisierter und banalisierter Aufforderung hin zu einer Möglichkeit.

In Anwesenheit von Susanne Heinrich.

Deutschland 2019 von Susanne Heinrich, 80', OmeU
Darsteller*innen: Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Malte Bündgen

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A melancholic girl is drifting through existence. Looks for night-quarters. Encounters dreamers and guises. Gets involved. Gets undressed. And carries on. As an alien, artistic figure, every-woman. An open game. With the internalised visual memory and expectations of how a girl and woman should be. The projection surface becomes a space of negotiation. Body meets thesis meets thoroughly commercialised self-optimisation. In between performed answers and bored interaction, it flares up, it breaks open under all the make-up, hairstyle and lollipop aesthetics: womanhood, personhood, being allied with someone - in the presence of the individualisation machine. Susanne Heinrich’s feature film debut is interested in the social and political dimensions of depression. An existential dare in the coat of a feminist manifesto: desire and meeting beyond stereotypes and marketing strategies. Putting oneself at risk is negotiated as long as it gets transformed: from an idealised, romanticised and banalised request to a possibility.

In the presence of Susanne Heinrich

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

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6,50 / 5,50 (erm.) Euro


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