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EXPEDITION 4X6 - Kapitel IV: SPERRGEBIET

DAS HELMI: DER NAME DER ROSE

Sie glaubten an Gott und waren des Teufels: Umberto Ecos Verbannung der Gegenwart ins Mittelalter, neu erzählt von Berlins „coolstem Puppentheater" (BZ).

Das Helmi führt die Zuschauer*innen in die fantastische, entrückte Welt frommer und gelehrter Männer, in ein ebenso spannungsgeladenes wie anspielungsreiches Wimmelbild.
In der Abgeschiedenheit eines italienischen Benediktinerklosters nimmt eine düstere Verbechensgeschichte ihren Lauf, die auch die Geschichte eines philosophischen und politischen Kampfes und Umbruches ist. Was im Jahre 1327 mit geheimen Wissenschaften, unbekannten Giften, euphorischen Flagellanten, weisen Franziskanern, grausamen Inquisitoren und eifersüchtig gehüteten Schätzen geschah, liegt bei Weitem nicht so fern, wie die ungewohnt-exotische Atmosphäre vermuten lässt. Hinter den rivalisierenden Sekten, den theologischen Richtungskämpfen, hinter Intrige und Mord lassen die Schaumstoffpuppen-Anarchos von Das Helmi aktuelle politische, kulturelle und sexuelle Auseinandersetzungen aufscheinen. Schon damals standen Fakten gegen Überzeugungen. Die alten weißen Männer kämpften um die Macht, gegen die aufgeklärte Vernunft, gegen Frauen und Minderheiten, und am Ende brannten sie alles nieder... Doch das Leben ist vielfältig - und nicht alles kann kontrolliert werden.

Alle Helmis sind gleichzeitig Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Texter*innen. Gebaut werden die Puppen meist von Florian und Felix Loycke. Die Brüder hauchen Resten und Fetzen ungeahntes Leben ein, lassen aus ihnen Wesen auferstehen, deren grotesk verzerrte Gesichtszüge eine seltene Zartheit, ein Staunen vor der Welt offenbaren. Scheinbar plump taumeln sie über die Bühne, absurd hässlich und doch voller Anmut und eigener Schönheit.

Von und mit: Burkart Ellinghaus, Solène Garnier, Felix Loycke, Florian Loycke, Brian Morrow, Emir Tebatebai

Eine Produktion von Das Helmi in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten.

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Achtung: unsere Corona-Schutzmaßnahmen!

ab 12 Jahren

Tickets:  25, 15 oder 9 Euro

Die Zuschauer*innen wählen zwischen den drei Preisoptionen und entscheiden selbst, wieviel sie zahlen möchten bzw. können. Solidarität geht in beide Richtungen!

Vorverkauf online und an den bekannten VVK-Stellen.

Eingang über die Seitentreppe am Ballsaal. Achten Sie auf unsere Beschilderung!

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