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EINE REIHE INTERDISZIPLINÄRES #2

Referenzrahmen digitaler Spielflächen

Impuls: Marcus Lobbes („Akademie für Theater und Digitalität“)


Die Welt, wie sie sich uns darstellt, ist komplexer geworden. Ob Technologie, Wissenschaft oder Politik: Die Zusammenhänge sind vielschichtiger und widersprüchlicher geworden. Daran hat die Digitalisierung aller Lebensbereiche ihren nicht zu unterschätzenden Anteil. Die Werkzeuge, die sie kreiert, werden von den Menschen heute selbstverständlich genutzt, und wir stehen nun vor der epochalen Aufgabe, die zahlreichen neuen Verbindungen von digitaler und analoger Welt, also die Digitalität, zu untersuchen: Welches Knowhow brauchen Theaterschaffende jetzt? Und welches in der Zukunft? Welche Werkzeuge können und müssen die Theater selbst entwickeln? Welche neuen Möglichkeiten der Narration ziehen in das Theater ein, katalysiert durch neue Technologien? Welche gesellschaftlichen Debatten können angestoßen werden? Wie lässt sich Technologie – als Mittel der Herstellung und Gegenstand der Betrachtung – in einem künstlerischen Möglichkeitsraum sinnlich erfahren und diskutieren? Die neu gegründete „Akademie für Theater und Digitalität‘ in Dortmund stellt einen neuen, aus der Institution Theater heraus entwickelten Ansatz vor, an diesen Fragen interdisziplinär und überregional vernetzt zu arbeiten.

Marcus Lobbes ist seit 2020 Direktor der neu gegründeten „Akademie für Theater und Digitalität“, der sechsten Sparte am Theater Dortmund. In der Spielzeit 2019/20 war er dort künstlerischer Leiter. Er arbeitet seit 1995 als Regisseur und Ausstatter im Musik- und Sprechtheater, wo er neuartige kollektive Arbeitsformen mit den Ensembles erprobt. Seine Schwerpunkte sind kompromisslose Klassiker-Umsetzungen sowie, dank seiner engen Kontakte zu zeitgenössischen Autor*innen, zahlreiche Ur- und Erstaufführungen. Von Universitäten und Hochschulen in Deutschland und Österreich wird er als Gastdozent und Redner eingeladen.

Der Abend ist der zweite Teil unserer dreiteiligen Reihe, in der wir über Möglichkeiten und Bedingungen eines vernetzten, fachübergreifenden Arbeitens im Theater diskutieren.


Nächster Termin: Prof. Antje Boetius (Diektorin des Alfred-Wegner-Institutes Bremerhaven – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung) zum „Theater des Anthropozän“ am 12. April.


Eine Veranstaltung der Schaubühne Lindenfels in Kooperation mit der Servicestelle Freie Szene.

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

live per Zoom

Die Teilnahme ist kostenfrei. Link nach Anmeldung unter freie-szene@soziokultur-sachsen.de 

 

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