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LULU OBERMAYER: L'OPRA FATALE

Performance & Publikumsgespräch | live per Zoom

Als Abschluss ihrer Residenz: Nachdem Lulu Obermayer bei uns an einer Neubesetzung und Modifizierung ihrer im letzten Jahr uraufgeführten Performance gearbeitet hat, öffnet sich der virtuelle Vorhang und gewährt Einblick in die "tödliche Arbeit" ("L’Opra Fatale") der Lucia Di Lammermoor, Floria Tosca und Lady Macbeth. Messerscharf erheben sie ihre Stimmen und zerstechen gemeinsam das Bild der Mörderin in der Oper.

Die fatale Performance wird zum ersten Mal ins Digitale übersetzt und live aus der Schaubühne gestreamt, gefolgt von einem von Obermayer moderierten Publikumsgespräch.


Konzept, Performance: Lulu Obermayer 
Komposition, Performance: Alexandra Holtsch
Gesang, Performance: Madeline Cain, Lisa Fornhammar, Lissa Meybohm
Kostüm: Marlene Haase
Technische Leitung: Gretchen Blegen


Mit den Arbeitsaufenthalten von Obermayer sowie weiterer nationaler und internationaler Künstler*innen in diesem Jahr baut die Schaubühne 2021 ihr Residenzprogramm aus und stärkt ihr Profil als überregional agierendes und vernetztes Produktionshaus. Gäste waren bereits im Februar Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi.

"L'Opra Fatale" wurde in Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’20, im Rahmen von Forecast-Skills e.V. entwickelt, mit freundlicher Unterstützung vom Tanzhaus Zürich.
Die Residenz inkl. Gastspiel wird gefördert vom Programm "Theater in Bewegung" im Rahmen des Zukunftpakets NEUSTART KULTUR der Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

 

L'OPRA FATALE


Was haben Lucia, Tosca und Lady Macbeth gemein?
Im Laufe der dramatischen Handlungen greifen alle drei Opernfiguren zum Messer, verlassen die stereotype Opferposition und werden zu Täterinnen. Die Konsequenzen ihrer Delikte führen sie in den Wahnsinn und in den Tod.

Ob im Leben, auf der Bühne oder im Opernkanon: Wenn eine Frau nach Rache oder Macht dürstet, ist das verstörend, rätselhaft und vielleicht sogar Anlass für einen Skandal, während männliche Gewalt allgegenwärtig ist und als geradezu banal daherkommt. Zeit für zumindest etwas Rache nimmt sich die Theatermacherin und Sängerin Lulu Obermayer bei ihrer künstlerischen Intervention. Aufbauend auf ihrer Praxis kritisch feministischer Rollendekonstruktionen besetzt sie mit einem Ensemble aus drei Sängerinnen den Ballsaal der Schaubühne und präsentiert einen Gegenentwurf zur Rolle der Frau im Kanon und ihrem Platz auf der Bühne. Sie selbst erscheint als Mistress of Ceremony, dekodiert die symbolische Ordnung der Bühne und leuchtet die zu oft stereotypen Darstellungen weiblicher Gewalt neu aus.
 

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Lulu Obermayer mit Repräsentationen von Weiblichkeit und dem Alleinsein auf der Bühne. Dabei verwendet die Künstlerin Elemente der Oper, Choreografie und Performance und spielt sich für das Schöne auf der Schwelle zur Peinlichkeit um Kopf und Kragen. 2012 erhielt sie den Art Trust Scotland Award.
Ihre Performances wurden unter anderem an den Münchner Kammerspielen, HAU 2 Berlin, Uferstudios, der Beursschouwburg in Brüssel und Highways Performance Space in Los Angeles gezeigt.

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

5 Euro

live aus der Schaubühne per Zoom

Sie können die Tickets bis zum Veranstaltungstag 19.30 Uhr kaufen.
Den Teilnahmelink und weitere Informationen erhalten Sie nach dem Ticketkauf per Mail.

Anleitung: Wie benutzt man Zoom?

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