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PAPILLONS DE PEUR

erweiterte zugeständnisse leipzig/wien

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"Wish you were here“:Bei der seit April laufenden Aktion geben wir Künstler*innen, mit denen wir gerne und regelmäßig zusammenarbeiten, die Möglichkeit, bei uns im Haus (d.h. im Außenbereich, auf unseren Websites u.a.) aktiv zu bleiben. Im Wochenrhythmus präsentieren wir ihre kreativen Arbeiten.

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Mit Blick auf das Ende unserer Bauphase und den Start der neuen Spielzeit im September ist nun der richtige Moment gekommen, unser „Wish you were here“-Format zu beenden – nach 16 Wochen. In der finalen Ausgabe laden Verena Noll, Friederike Köpf und Robert Rehnig von der Compagnie erweiterte zugeständnisse leipzig/wien zu einer interaktiven Installation (Zellstoff, Plexiglas, Holz, Akustik, Bewegungsmelder) seitlich vor der Schaubühne, zu „Papillons de peur - Schmetterlinge der Angst":

Alltagsgegenstände wirken plötzlich angstbesetzt, Distanz bedeutet Schutz, Nähe wird zur Gefahr, die globale Welt erscheint als zerbrechlicher Corpus, dessen Einzelteile sich in unvermeidlicher Abhängigkeit befinden und dennoch in Isolation zurückgeworfen werden. Soziale Gräben vertiefen sich.
Der Paradigmenwechsel unserer Gesellschaft im Angesicht der Corona-Pandemie betrifft uns alle mit all unseren Sinnen. "Papillons de peur" (ver)sucht die Berührung des Betrachters auf mehreren Ebenen. Zitate aus verschiedenen Zeitaltern greifen Diskurse auf, die wir im Zuge von Corona neu (über)denken. Die Interaktion zwischen Betrachter und Kunstobjekt durch einen Bewegungsmelder spielt mit Nähe und Abstand und deren unmittelbaren Konsequenzen in unserem Alltag, aber auch in der Produktion und Rezeption von Kunst. Die Textfetzen einer Rede der brasilianischen Dichterin Clarice Lispector entwirft ein Zukunftsbild, das zwischen Utopie und Dystopie changiert.

Die Installation wurde entwickelt von:

Verena Noll, Schauspielerin und Sprecherin, Leipzig
Friederike Köpf, Autorin und Regisseurin, Leipzig
Robert Rehnig, Elektroakustiker und Klangkünstler, Leipzig

Alle drei Künstler*innen arbeiten seit 2006 in der Compagnie erweiterte zugeständnisse leipzig/wien zusammen, die seit vielen Jahren mit der Schaubühne Lindenfels erfolgreich kooperiert, u.a. in den Produktionen „Erklär mir, Inge“ (2016), „Angst, geh spielen“ (2017) und "Käthe - Vom Leben/Gezeichnet“ (2018) und demnächst mit der Neuproduktion „Endivien – Plotpoints of Life“ (Premiere 15.10.2020).

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Die Entstehung dieses Werks wurde durch ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglicht. "Papillons de peur" entstand in Kooperation mit der Schaubühne Lindenfels im Rahmen von "Wish you were here".

Ein herzlicher Dank geht an Anita Kriebel für die graphische Umsetzung der Zitate und das Technik-Team der Schaubühne Lindenfels für die Unterstützung bei der baulichen Umsetzung der Installation.

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Verlängert um eine Woche!

Di bis So
ganztägig
vor der Schaubühne

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