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EXPEDITION 4X6 - Kapitel IV: SPERRGEBIET

Entdeckungsreise in Kubus, Kino und Theater | Sept bis Nov 2020

Es wirkt wie das dunkle Skelett eines alten Gartenhauses, in dem sich Spuren erstarrter Natur finden. Aufgerissene Erde deutet auf versickertes Wasser hin. Silhouetten längst ausgestorbener Pflanzen ragen hervor. Ein Ort voll bizarrer Schönheit. Die Besucher*innen erleben im Kubus des vierten Kapitels der „Expedition 4x6“, dem „Sperrgebiet“, eine minimalistische Installation, die Fragen stellt. Sehen wir eine Zukunftsvision der Umwelt oder zeigt sich hier konzentriert die heutige Realität der menschlichen Zerstörung?

In Theaterstücken, Filmen und Vorträgen wird diese Frage darüber hinaus wissenschaftlich-künstlerisch beleuchtet. Das Sperrgebiet steht dabei nicht nur für die fortschreitende Zerstörung der Natur. Es steht für Landschaften, in denen beispielsweise aufgrund von Kriegen oder dem fahrlässigen Umgang mit Atomenergie kein Leben mehr möglich ist - oder aber Natur sich ungestört neu entwickelt. Zudem entstehen Sperrgebiete mental, in Bezug auf Menschen, Gedanken und Erinnerungen, die wir lieber hermetisch wegschließen, mit denen wir uns nicht beschäftigen.

Nach Einblicken in die Vergangenheit der waghalsigen Dschungelexpeditionen, in ferne Orte am Polarkreis und unerforschte Tiefen im Meer stellt das vierte und letzte Kapitel der „Expedition 4x6“ eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Ist es schon zu spät, unseren Planeten zu retten oder haben wir noch eine Chance?

Im Kapitel „Sperrgebiet“ zieht der Kubus vom Naturkundemuseum auf den Wilhelm-Leuschner-Platz. Die Installation ist bis 18. November geöffnet und frei zugänglich.

„Expedition 4x6“ ist ein Kooperationsprojekt von Schaubühne Lindenfels und Naturkundemuseum Leipzig im Rahmen der Reihe „Science & Fiction“.

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Die vergangenen Kapitel „Wildwuchs“, „Polarzeit“ und „Tiefsee“ lassen sich multimedial aufbereitet im Webjournal der Schaubühne finden: schau.schaubuehne.com.

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