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Theater, Film, Literatur und Musik anlässlich des 100. Todestages von Franz Kafka (1883-1924)

Im Rahmen von EINHUNDERT KAFKA wurde im Ballsaal der Schaubühne DAS KAFKAHAUS errichtet. Die begehbare Theaterlandschaft vereint künstlerische Beiträge verschiedener Genres und wird während ihrer Öffnungszeiten von Künstler:innen belebt und bespielt. Zu erleben sind performative Positionen, Eins-zu-eins-Lesungen, Kunstobjekte, Skulpturen und Videoprojektionen. Darüber hinaus bildet DAS KAFKAHAUS eine Bühne für ausgewählte Sonderveranstaltungen – unsere KAFKA SPECIALS. 
 

Öffnungszeiten des KAFKAHAUSES:
Do, 1. bis Sa, 3. Februar | jeweils 18 bis 21 Uhr 
So, 4. Februar | 17 bis 20 Uhr
Mi, 7. bis Fr, 9. Februar | jeweils 18 bis 21 Uhr

 

Das Kafkahaus - Die beteiligten Künstler:innen

René Reinhardt – Konzept & Regie

Von 1988 bis 1992 absolvierte René Reinhardt sein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Nach seinem Abschluss trat er dem Berliner Ensemble bei. Ab 1992 engagierte er sich beim Aufbau des Theaterhauses Jena, wo er als Schauspieler, Regisseur und Autor tätig war. 1994 gründete er gemeinsam mit der Schauspielerin Anka Baier das Theater und Filmkunsthaus Schaubühne Lindenfels in Leipzig, das er bis zur Umstrukturierung in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft im Jahre 2005 leitete. 
Nach Arbeitsaufenthalten u.a. in London und Berlin und der Realisation mehrerer Kinofilme kehrte er 2009 als Vorstand und Künstlerischer Leiter an die Leipziger Schaubühne zurück.

Elisabeth Schiller-Witzmann – Szenografie

Die Szenografin des KAFKAHAUSES absolvierte ihr Studium in Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Seit 1999 ist sie als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin im In- und Ausland tätig. Seit 2011 engagiert sich Elisabeth Schiller-Witzmann regelmäßig als Bühnen- und Raumbildnerin in der Schaubühne Lindenfels.

Thadeusz Tischbein – Videografie

Thadeusz Tischbein, Absolvent der Bildenden Kunst in Bukarest, Leipzig und Braunschweig, studierte unter Clemens von Wedemeyer und war Meisterschüler bei Candize Breitz. Seine Filme wurden auf internationalen Festivals wie MANIFESTA 12 in Palermo, HOT DOCS in Toronto und FIDBA in Buenos Aires gezeigt und erlangten somit internationale Anerkennung. Jüngst gewann er den Preis der Leipziger Jahresausstellung 2023. Er kreiert und konzipiert die Videoinstallation für das KAFKAHAUS.

Tilmann Walther – Bildhauerei

Turm ohne Tür

Tilmann Walther, geboren 1975 in Baden-Baden, absolvierte von 1998 bis 2003 ein Bildhauerstudium an der HfBK Dresden und erlangte 2003 sein Diplom im Bereich Bildhauerei und neue Medien. Als freischaffender Künstler tätig seit 2004 und freier Mitarbeiter der Schaubühne Lindenfels seit 2012, prägt er das KAFKAHAUS durch seine vitrinenartigen Objekte. Inspiriert von fotografischen Darstellungen des jungen Kafka, verleiht Walther diesen Vitrinen durch das Auftragen und partielle Abtragen von Farbschichten auf Plexiglashauben eine zusätzliche Dimension. Die beleuchteten Objekte offenbaren im Inneren Szenen, die sich intensiv mit Kafkas Beziehung zu seinem Vater auseinandersetzen.

Performances

Vasiliki Bara

Vasiliki Bara arbeitet als Choreografin, Tänzerin und Tanzvermittlerin in Leipzig. Nach ihrem Studium in Tanzpädagogik und Choreografie an der Tanz-Zentrale Leipzig und einem Master in Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin präsentierte sie bedeutende Werke wie "A Piece of God" (2019), “From the other Side” (2021) sowie die mixed-abled Produktionen “Der Traum” (2022) und “The Person I am” (2023) im LOFFT. 2023 choreografierte sie das Stück “Lust” für das Leipziger Tanztheater, aufgeführt in der Schaubühne Lindenfels. Als Tänzerin wirkte sie bei Projekten renommierter Künstler:innen wie Alexis Blake, Ildikó Toth, Mandy Unger und Marlen Schumann mit.

Soheil Boroumand

Soheil Boroumand, geboren 1985 in Neuwied (deutsche Mutter, iranischer Vater), startete seine Theaterkarriere mit 12 Jahren. Von 2009 bis 2012 ließ er sich am Michael Tschechow Studio Berlin zum Schauspieler ausbilden. Parallel erhielt er privaten Schauspielunterricht bei Ilse Ritter. Nach Engagements in Naumburg, Gera, Altenburg und der Schaubühne Lindenfels, gründete er in Leipzig das [naɪ ̯n]theaterCoLaborativ, um eigene Projekte zu verwirklichen – zuletzt den Heiner-Müller-Abend “Aufstand” und die von ihm geschriebenen Solostücke „Er war ja nicht mal deutsch, der Wald“ und „Das Ding in uns“ in der Schaubühne Lindenfels. Er wirkte am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Theater Osnabrück, bevor er 2020 nach Leipzig zurückkehrte. Dort ist er als freischaffender Schauspieler, Sprecher sowie in Film- und Fernsehproduktionen aktiv.

Joshua Derwahl

Rainer Frank

Rainer Frank, geboren 1965 in Ost-Berlin, erlebte eine vielseitige Kindheit in Städten wie Santiago de Chile, Damaskus, Königs Wusterhausen und Berlin. Seine schauspielerische Laufbahn begann er 1987 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Als Mitbegründer des Theaterhaus Jena wirkte er dort bis 1995, gefolgt von Engagements an Bühnen wie der Schaubühne Lindenfels, dem Volkstheater Rostock, dem Theater in der Fabrik und dem Bayerischen Staatsschauspiel München. Von 2003 bis 2009 gehörte er dem Ensemble des Schauspiels Frankfurt an und war anschließend bis 2019 am Schauspiel Hannover tätig. Jüngst gastierte er in der Spielzeit 2021/22 am Staatstheater Mainz. Neben seiner Bühnenkarriere ist Rainer Frank auch als Sprecher für Hörfunk-Produktionen aktiv und wirkt in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen mit.

Eins-zu-eins-Lesung

Dorothea Arnold

Geboren in Berlin, aufgewachsen in Deutschland und Frankreich, absolvierte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin (1999-2003) und am „Atelier du Parvis St Jean“ in Dijon, Frankreich (1994-1997). Seit 2002 ist sie als Schauspielerin, Sprecherin und Regisseurin tätig. Ihre Bühnenkarriere umfasst Engagements im Theater Oberhausen, Staatstheater Stuttgart, Schauspiel Leipzig, Sophiensäle Berlin, Theater Heidelberg und Theaterhaus Jena. Zudem wirkte sie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit.

Thomas Dehler

Thomas Dehler, aufgewachsen in Berlin, arbeitet – nach einem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ – seit 1986 als Schauspieler. Bereits im dritten Absolventenjahr übernahm er eine Gastdozentur an der Hochschule in Rostock. Seitdem war er an zahlreichen Schauspielschulen (HMT Rostock, „Ernst Busch“ Berlin, HMT Bern, HMT Leipzig, HFF Potsdam und Sächsische Theaterakademie) tätig. Als Gastschauspieler wirkte Thomas Dehler bei verschiedenen Institutionen mit, darunter der Theaterkahn, die Oper Leipzig und das Theater Magdeburg. Von 2001 bis 2008 war er festes Ensemblemitglied des Schauspiels Leipzig. Schon während seines Studiums erhielt er Verträge bei Synchron und Hörspiel. Seit 1991 arbeitet er professionell als Sprecher in verschiedenen Genres, auch im eigenen Studio.

Verena Noll

Nach ihrer Schauspielausbildung am Konservatorium Wien engagierte sie sich an renommierten Bühnen in Deutschland und Österreich, darunter das Staatstheater Wiesbaden, Staatstheater Darmstadt, Altes Schauspielhaus Stuttgart und das Kleine Theater Salzburg. Seit 2002 wirkt sie in Leipzig als freischaffende Schauspielerin, Sprecherin und Theaterpädagogin. Sie spielte unter anderem bei der Inselbühne, der Theaterturbine, bei Produktionen im LOFFT, der Schaubühne Lindenfels und der nato. Als Sprecherin ist sie für den MDR, den Buchfunk Verlag und LOOKS Film tätig und gibt zahlreichen Lesungen (Literaturhaus Braunschweig, Theater Spielraum Wien u.a.) ihre Stimme.

Kafkahaus Spezial

KAFKAS HUNGERKÜNSTLER UND VAN OSTAIJENS NR. 200

1. + 2. Februar um 19:30 Uhr

Eine Lecture über die Verbindung des flämischen Dichters Paul van Ostaijen und Franz Kafka. Mehr Infos zu KAFKAS HUNGERKÜNSTLER UND VAN OSTAIJENS NR. 200 hier

Vortragende: Matthijs de Ridder und Anna Eble

DEAD MAN

4. Februar um 15:30 Uhr

Sowohl in Kafkas Werken als auch in Jim Jarmuschs Film DEAD MAN ist der Protagonist ein Getriebener, der in einem Zustand des Suchens verharrt. 

IM MEER DER SCHRIFT

8. Februar um 19:30 Uhr

Ein Vortrag über Kafkas Arbeitsprozesse, sein Glück und Unglück beim Schreiben, die existentielle Dimension seiner Texte und die damit verbundene Konsequenz seines Lebensentwurfs, der allein auf die literarische Produktion gerichtet war. Mehr Infos zu IM MEER DER SCHRIFT hier

Vortragender: Peter-André Alt

DER PROZESS

9. Februar um 18:00 Uhr

Orson Welles’ persönliche Interpretation von Franz Kafkas weltbekanntem, surrealistischen Roman. Mehr Infos zum Film DER PROZESS hier

KAFKA BAND

10. Februar um 20:00 Uhr

Seit 10 Jahren lässt sich die Kafka Band im Rahmen ihres Bandprojektes vom Werk Franz Kafkas inspirieren, sucht dort nach Motiven, komponiert Songs und bringt diese effektvoll auf die Bühne. Mehr Infos zum Konzert der KAFKA BAND hier.

Mitwirkende: Jaroslav Rudiš und Jaromír 99