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EROS UND TOD BEI MARCEL PROUST

Tag 2

Eros und Tod werden schon vom ersten Band des Proust’schen Romanwerks an geradezu leitmotivartig repetiert, variiert und transformiert und stehen häufig im Dienst von Sakralisierung und Profanation. Das als Hommage an den 100. Todestag von Marcel Proust ausgerichtete Kolloquium untersucht die narrative Modellierung von Eros und Tod in der Recherche im Zusammenhang von Heiligung und Entheiligung. Die Pervertierung der Photographie des toten Vaters in der Montjouvain-Szene, die Verschenkung des Mobiliars der verstorbenen Tante Léonie an ein Bordell stehen dabei ebenso im Fokus wie die Auferstehung der Albertine in einem Gemälde von Carpaccio, der Tod Bergottes im Kontext der Malerei Vermeers und die spektakuläre Inszenierung des Todes der Großmutter.
 

Das Programm am Samstag, 12. November:

09:00 Uhr:
Vortrag von Françoise Leriche (Université Grenoble Alpes) « Je suis très amoureux des blanchisseuses » : de Sainte-Beuve à Sodome et Gomorrhe III et IV ;
de la banalisation érotique au retour du tragique (auf französisch)

09:45 Uhr:
Vortrag von Anne-Marie Lachmund (Universität Potsdam):  Le monde proustien à l’âge numérique : entre amour et haine (auf französisch)

PAUSE

11:00 Uhr:
Toni Sehler (Universität Leipzig):  Inceste, inversion et hermaphroditisme initial. Transgressions queer-érotiques chez Marcel Proust (auf französisch)

Organisation: Uta Felten/ Kristin Mlynek-Theil (CiCi, Institut für Romanistik, Universität Leipzig)

Eine Zusammenarbeit des Centro interdisciplinare di Cultura italiana, des Instituts für Romanistik der Universität Leipzig, des italienischen Kulturinstituts Berlin, des Frankreichzentrums, des Institut français Leipzig und der Schaubühne Lindenfels Leipzig.

 

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Die Teilnahme ist kostenfrei, keine Anmeldung nötig.

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