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Im Rahmen von "May Town in Zetkin Park" haben wir einen Kubus am Parkeingang in der Nähe des Kreisverkehrs/Anton-Bruckner-Allee errichtet. Er ist zentraler Anlaufpunkt unseres internationalen Projektes und gleichzeitig Ausstellungsraum mit zwei Installationen: "Die Pflanzen, die uns beobachten" von Juliana Márquez Villacís und "Nati" von Eucaris Guillen. Außerdem finden hier regelmäßig Artist Talks mit Künstler:innen des Projektes statt.

Öffnungszeiten:
Di - So | jeweils 13 bis 20 Uhr

Juliana Márquez Villacís - Die Pflanzen, die uns beobachten

"Die Pflanzen, die uns beobachten" ist ein Projekt, das eine Perspektivwechsel vorschlägt: Kann aus dem Blickwinkel der Natur eine andere Erzählung der Geschichte entstehen? Könnte dies uns zu einer anderen Vorstellung von der Zukunft verleiten, in der veränderte Hierarchien und Narrationen Platz haben? Aber: Wer wird dann das Subjekt dieser neuen Geschichte sein?"

21. Mai bis 31. Juli im Kubus

Die absolvierte Industriedesignerin Juliana Márquez Villacís aus Kolumbien schloss 2022 den Masterstudiengang “Kunst in Kontext” an der UdK, Berlin ab , wo sie sich auf die “Künstlerische Arbeit mit gesellschaftlichen Gruppen und kulturellen Institutionen” spezialisierte. Derzeit arbeitet sie an der Konzeption, Materialisierung und Produktion eigener Projekte und kooperiert dabei mit verschiedenen Organisationen und Akteuren in Leipzig, Berlin und in Kolumbien. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Suche nach der Wiederverbindung mit der Natur und dem Bewusstsein für sie. All dies als Antwort auf das Bedürfnis, sich als Mensch, als Tier, als Teil eines natürlichen Ökosystems zu erkennen.

Eucaris Guillen - Nati

Die Installation "Nati" befasst sich mit den Wurzeln der Künstlerin und deren Widersprüchen. Afrikanische, deutsche, spanische und indigene Ursprünge in einem Menschen vereint. Ein postkoloniales Erbe, welches sie nicht nur als Zeitzeugin erlebt, sondern in das sie hineingeboren wurde. "Nati" erzählt die Geschichte ihrer Urgroßeltern in Panama im gleichen Zeitraum, in dem in Leipzig die STIGA öffnete. Sie beschreibt die Umgebung, in der sie lebten und Menschen, die sie umgaben. Menschen vereinigt an einem Ort großer Verzweiflung und großer Hoffnung. Menschen, die denselben Ort aus verschiedenen Perspektiven erlebten, die selten aufeinander blickten, sondern sich viel häufiger und bewusst voneinander abwendeten.

16. Juni bis 31. Juli im Kubus

Eucaris Guillen ist Kultur- und Eventmanagerin. Sie lebt seit 1988 in Leipzig, wo sie an der HTWK Drucktechnik studierte. Seit Beginn der 90er-Jahre setzt sie sich für die Integration und Teilhabe von Menschen aus anderen Kulturen ein. 2014 gründete sie den Verein „Initiative Aktives Gestalten e. V.“, mit dem sie sich unter anderem auch für benachteiligte Kinder und Jugendliche diverser Herkunft in Leipzig engagiert.

Artist Talks

Kommen Sie mit Künstler:innen unseres Projekts ins Gespräch!

Artist Talk #1: Thadeusz Tischbein

Thadeusz Tischbein, Videokünstler aus Leipzig, erforscht in seiner Arbeit "Reich der Tiere" das Verhältnis von Macht und Fragen des Erinnerns und Vergessens durch Architektur.

Mehr Infos hier.

Artist Talk #2: Isabel Tueumuna Katjavivi

Multimedia-Künstlerin Isabel Tueumuna Katjavivi aus Namibia thematisiert in ihrer Arbeit "Kein Stein bleibt auf dem anderen" u.a. den Völkermord an den OvaHerero (1904-1908) durch die deutschen Kolonialmächte.

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Artist Talk #3: Bastian Sistig

Bastian Sistig - Theatermacher und Künstler mit einem Faible für spekulative Settings und unspektakuläre Ästhetiken - hat gemeinsam mit Kolja Vennewald das temporäre Restitutionskommando "STIGARRR!" gegründet, bei dem Schüler:innen verschiedener Leipziger Grundschulen den Clara-Zetkin-Park auf seine historisch gewachsenen Ungerechtigkeiten untersuchen.

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Artist Talk #4: Juliana Márquez Villacís

Mit ihrer Installation "Die Pflanzen, die uns beobachten" schlägt die diplomierte Industriedesignerin Juliana Márquez Villacís einen Perspektivwechsel zugunsten der Natur vor, um Hierarchien und Narrationen zu hinterfragen.

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Artist Talk #5: Angela Kobelt

Angela Kobelt - Theatermacherin, Produktionsleiterin und Pädagogin - ist neben iher Arbeit "Ad Acta - Zu den Akten", einer virtuellen Reise zu den Akten des Kaiserlichen Kolonialamtes in Berlin, "May Town in Zetkin Park" mit dem Hörspaziergang "Park 1897" vertreten.

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