DIE KALTEN RINGE
In Tokio 1964 starteten Athlet:innen der DDR und der BRD letztmalig in der Nachkriegszeit in einer gesamtdeutschen Mannschaft unter schwarz-rot-goldener Fahne mit den olympischen Ringen. Die Vision des IOC, über den Sport politische Grenzen überwinden zu helfen, war spätestens mit dem Mauerbau 1961 gescheitert. Im Gegenteil, der Sport wurde Prestigeobjekt und Spielball im Kalten Krieg. Alles wurde zum Politikum: Fahnen, Trikots, Hymnen und erst recht die Zusammensetzung der gesamtdeutschen Delegation. Der Riss ging quer durch die Mannschaft und spiegelte damit die politische Konfrontation im geteilten Deutschland. Leipzig und seine erfolgreichen Sportler:innen spielten dabei auch eine Rolle. Hier fanden 1964 zudem deutsch-deutsche Ausscheidungswettkämpfe in verschiedenen Disziplinen statt.
Der Dokumentarfilm „Die Kalten Ringe“ erzählt in beeindruckender Weise und mit originalem Filmmaterial davon.
Gesprächsteilnehmer:innen: Thomas Grimm (Filmemacher), Martina Abresch (Schwimmerin, zweifache Olympiateilnehmerin), Hans-Dietrich Sasse (Hockeyspieler, zweifacher Olympiateilnehmer)
Moderation: Dr. René Wiese (Historiker, Zentrum Deutsche Sportgeschichte Berlin)
Begrüßung: Matthias Eisel (Friedrich-Ebert-Stiftung), Aiko Wulff (Leiter des Sportmuseums Leipzig)
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Der Eintritt ist frei.
Anmeldung über sachsen@fes.de
Voraussetzung für den Besuch vor Ort
ist ein offizieller Nachweis über ein tagesaktuelles negatives Corona-Testergebnis oder über eine Zweitimpfung, die mindestens 14 Tage zurückliegt, oder über eine überstandende COVID-19-Infektion.
Vergangene Termine
Do. 12.08.2021 / 19:00 Uhr |
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