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13. LATEINAMERIKANISCHE TAGE

NUESTRA LIBERTAD

Originalfassung mit dt. Untertiteln

In diesem Film wird Teodora und weitere Frauen bei ihrem Kampf um die Wiedererlangung ihrer Freiheit begleitet. Aufgrund der Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in El Salvador wurden sie wegen eines geburtshilflichen Notfalls zu 30 bis 40 Jahren Haft verurteilt. Die im Film verarbeiteten Aussagen der Frauen erzählen die Geschichte von der Gewalt des Staates gegenüber Frauen, aber auch von schwesterlicher Widerstandskraft und Solidarität. Nach fast elf Jahren Haft kommt Teodora dank der Hilfe der feministischen Bewegung und von Menschenrechtsorganisationen frei. Stark und entschlossen kämpft sie weiter für die Freiheit ihre Mitinsassinnen. Im Gefängnis leisten die Frauen Widerstand und warten darauf, dass ihre Urteile neu verhandelt werden. Diejenigen die frei kommen, versuchen außerhalb der Gefängnismauern ihren Weg in der Gesellschaft zu finden. Der Film ist eine Reflexion über ein System, das Frauen bestraft, aber auch über die Möglichkeiten des Widerstands sowohl in Freiheit als auch im Gefängnis.

Celina Escher, 2021, Schweden/El Salvador, 89', OmdU

Vorfilm: EL SÍNDROME DE LOS QUIETOS

Hier wird die Geschichte einer Gruppe von kolumbianischen Filmemachern erzählt , genannt „Los quietos“ – die Regungslosen – die im Jahr 2018 einen Essayfilm über das von ihnen sogenannte in Kolumbien herrschende Syndrom der Regungslosen drehen und eine Hypothese aufstellen: Lärm + Stille = Regungslosigkeit. Oder doch Stillstand?

Sie laden dazu Luis Ospina, den Meister kolumbianischer Dokumentarfilme, den Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro und den Schriftsteller Juan Gabriel Vásquez ein, die ihnen Tipps bei der Erforschung der Geschichte, Geographie und den Eigenarten Kolumbiens geben, ein Land das paradoxerweise so gar nicht regungslos und still zu sein scheint. Aus unbekannten Gründen wurde das Projekt nie beendet.

50 Jahre später entdeckt ein Wissenschaftler die Bildmaterialien des Projektes und setzt sie zu einem Film zusammen, um besagte Hypothese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine Stimme aus der Zukunft erzählt die Geschichte der Filmemacher und verknüpt sie mit den um das Jahr des Filmdrehs herrschenden Konflikten und Problemen.

Ein sehr faszinierender, zugleich spannender und sehr aktueller Film, der mit Fantasie und Wirklichkeit spielt – ein Spielfilm und zugleich Dokumentation – eine Dichotomie aus Ruhe und Lärm. Der Film betrachtet die kolumbianische Geschichte und Gegenwart aus einem ganz speziellen Blickwinkel und bezieht auf fast science-fiction-mäßige Art Position, ohne politisch sein zu wollen.

Der Film lief auf zahlreichen Festivals und gewann unter anderem den Preis für den besten lateinamerikanischen Kurzfilm beim Internationalen Filmfestival in Mar del Plata, Argentinien.

EL SÍNDROME DE LOS QUIETOS feiert am 05. Oktober Leipzig-Premiere!

León Siminiani, 2021, Kolumbien/Spanien, 30‘, OmeU

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Tickets: 9 Euro

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