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Phaeton

Videoinstallation von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig
 

„Mit Phaeton, dem mythischen Helden, ist das ganze Projekt abgestürzt – sämtliche Videoaufnahmen, die für Januar geplant waren, mussten wir canceln – keine Oper, keine Brechtszenen, kein Orchester, keine Band - die totale Bruchlandung! Was zuerst als großes Phaeton-Musiktheaterspektakel geplant war, durch die herbstlichen Corona-Beschränkungen auf eine immerhin noch beachtliche interaktive performative Videoinstallation im Saal der Schaubühne zusammengedampft wurde, liegt nun in Scherben. Übrig sind Zeichnungen, Gespräche, Probenmittschnitte, Tonaufnahmen, Texte. All diese Bruchstücke, Arbeitsmaterialien aus drei Semestern Vorarbeit verdichten wir zu einer Videoinstallation hygienekonform im Freien.“ (HMT)

Eine Veranstaltung der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Kooperation mit der Schaubühne Lindenfels. Mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
 

 

Ursprünglicher Ankündigungstext aus dem Dezember:

Phaeton überschätzt sich maßlos! Der mythische Held will es an seinem Hochzeitstag allen beweisen und für einen Tag den Sonnenwagen seines Vaters Helios fliegen. Doch verliert er die Kontrolle über den Wagen, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Währenddessen fehlt er auf seiner eigenen Hochzeitsfeier! Die Party ist in vollem Gange, als ein Meteor einschlägt – die Gesellschaft jedenfalls nimmt kaum Notiz davon und feiert fröhlich weiter.

Studierende der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig sowie Studierende der Theaterwissenschaft und der Kunstpädagogik der Universität Leipzig zeigen eine Welt, in der die große Party vorbei ist. Anstelle von feiernden Menschen finden sich nur noch dystopische Reflexe eines rücksichtslosen Gestern. Eine Videoinstallation, in der sich verschiedene Phaeton-Mythen überlagern, vereint Szenen aus der barocken Phaeton-Oper von Niccolò Jommelli, Projektionen aufgeregter Hochzeitsgäste, die den Bräutigam suchen und dabei versinken in einen Völlig-Losgelöst-von-der-Erde-Rausch, den neuzeitlichen Flieger-Phaeton, der sich aufschwingt in ungebremstem Wachstum der Geschwindigkeit, dann einschlägt - und plötzlich: BRECHT!, der dem Publikum verbieten will, dem Gestürzten zu helfen. „Was da liegt ohne Amt / Ist es nichts Menschliches mehr./ Stirb jetzt, du Keinmenschmehr!"

 

 

 

Fr / 21.01. / 18:00
Sa / 22.01. / 18:00
So / 23.01. / 18:00

Jeweils 18 bis 21 Uhr

Open air auf der Freifläche neben ,,Seidels Klosterbäckerei" (Karl-Heine-Straße 42).

Die Installation ist kostenfrei und läuft in Schleife (ein Durchlauf ca. 30 Min). Der Zutritt ist jederzeit möglich.

 

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