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EROS UND TOD BEI MARCEL PROUST

Tag 1

Eros und Tod werden schon vom ersten Band des Proust’schen Romanwerks an geradezu leitmotivartig repetiert, variiert und transformiert und stehen häufig im Dienst von Sakralisierung und Profanation. Das als Hommage an den 100. Todestag von Marcel Proust ausgerichtete Kolloquium untersucht die narrative Modellierung von Eros und Tod in der Recherche im Zusammenhang von Heiligung und Entheiligung. Die Pervertierung der Photographie des toten Vaters in der Montjouvain-Szene, die Verschenkung des Mobiliars der verstorbenen Tante Léonie an ein Bordell stehen dabei ebenso im Fokus wie die Auferstehung der Albertine in einem Gemälde von Carpaccio, der Tod Bergottes im Kontext der Malerei Vermeers und die spektakuläre Inszenierung des Todes der Großmutter.

Das Programm am Freitag, 11. November:

10:30 Uhr:
Vortrag von Uta Felten (Universität Leipzig): Introduction : Mélancolique villégiature : un livret wagnérien entre éros et thanatos ? (auf französisch)

10:45 Uhr:
Vortrag von Angelika Hoffmann-Maxis (Universität Leipzig): « La mort de Baldassare Silvande » : Prélude à une thématique de la Recherche (auf französisch)

11:30 Uhr:
Vortrag von Cécile Leblanc (Université Sorbonne-Nouvelle-Paris 3): Descente aux Enfers, transgression, dévoilement : le drame lyrique, parangon de l’amour dans la Recherche (auf französisch)

PAUSE

14:00 Uhr:
Vortrag von Luc Fraisse (Université de Strasbourg): Mourir d’amour : une obsession des fictions de jeunesse (auf französisch)

14:45 Uhr:
Vortrag von Kristin Mlynek-Theil (Universität Leipzig): Communication et mort. Albertine dans le contexte de Cécile de Theodor Fontane (auf französisch)

PAUSE

16:00 Uhr:
Vortrag von Henning Hufnagel (Universität Zürich):  La Chair, la Mort et la Littérature dans la Venise proustienne (auf französisch)

16:45 Uhr:
Vortrag von Alessandro Zuppardo (Opéra national du Rhin, Strasbourg):  « Mon pauvre petit Birnechnibus ». Affinità elettive tra Proust e Hahn (auf italienisch)

18:30 Uhr:
Filmvorführung: Tod in Venedig (Morte a Venezia), Luchino Visconti, 1971
Einführung: Margherita Siegmund, Alessandro Zuppardo

Organisation: Uta Felten/ Kristin Mlynek-Theil (CiCi, Institut für Romanistik, Universität Leipzig)

Eine Zusammenarbeit des Centro interdisciplinare di Cultura italiana, des Instituts für Romanistik der Universität Leipzig, des italienischen Kulturinstituts Berlin, des Frankreichzentrums, des Institut français Leipzig und der Schaubühne Lindenfels Leipzig.

 

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Die Teilnahme ist kostenfrei, keine Anmeldung nötig.

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