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SCENA ITALIA 2026

Doppelabend / Dewey Dell & Panzetti/Ticconi

Mit der Reihe SCENA ITALIA präsentiert die Schaubühne seit mehr als zehn Jahren innovative Künstler:innen der italienischen Tanz- und Performanceszene exklusiv in Leipzig. Mit Dewey Dell und Panzetti/Ticconi sind 2026 zwei mittlerweile international gefeierte Tanzkompanien mit aktuellen Arbeiten erneut zu Gast. 
Der Abend beginnt um 19.30 Uhr in der Schaubühne Lindenfels. Nach dem Eröffnungsstück geht es in einem gemeinsamen Ortswechsel zur Plagwitzer Heilandskirche-Westkreuz, wo der zweite Teil des Abends stattfindet.


Deutschlandpremiere:
ECHO DANCE OF FURIES 
Tanzperformance von Dewey Dell 

In ECHO DANCE OF FURIES betrachten Dewey Dell anatomische Votivgaben, kleine volkstümliche Votivstatuen (auch als Ex-Voto bezeichnet), die seit der Antike einen hohen symbolischen Wert haben. Sie sind zeitlos und kennen keine Trennung zwischen Heidentum und Christentum. Bei diesen anatomischen Figuren werden einzelne Körperteile losgelöst von einem nicht sichtbaren Ganzen dargestellt. Stumm erzählen sie von Schmerz und Angst sowie dem Wunsch nach Erlösung. 
Die Angst, wie sie in den Votivbildern zum Ausdruck kommt, bezieht sich auf die Zeit vor der Entdeckung des Individuums. Und so lassen Dewey Dell mit ihrer Choreografie der Wachsamkeit uralte Erinnerungen wach werden an einen Instinkt, der zu Gesten der Rettung und Erlösung führt. Mit ECHO DANCE OF FURIES präsentiert das italienische Künstlerkollektiv erneut eine visuell und akustisch intensive Performance im Ballsaal der Schaubühne.

Konzept: Agata Castellucci, Teodora Castellucci, Vito Matera
Choreografie, Tanz: Agata Castellucci, Teodora Castellucci
Dramaturgie, Bühnenbild und Lichtdesign: Vito Matera
Originalmusik: Demetrio Castellucci
Kostüme: Guoda Jaruševičiūtė
Organisation: Valeria Fărîmă
Produktion: Dewey Dell 2025

Unterstützt durch Regione Emilia-Romagna, Teatro Comandini/Societas, Masque Teatro


CRY VIOLET 
Tanzperformance von Panzetti/Ticconi 
Heilandskirche-Westkreuz

Die vom Menschen verursachten Schäden und das Phänomen des ‚Greenwashing‘ sind das zugrunde liegende Thema dieser Choreografie von und mit Panzetti/Ticconi, deren Titel sich auf den Namen einer ausgestorbenen Pflanze bezieht. Ausdrucksformen von Schmerz und Scham, inspiriert von der Ikonografie der Erbsünde, unterstreichen in dem Duett das menschliche Bestreben, die eigene Schuld durch Praktiken des Beseitigens und Vertuschens zu sühnen. Angelehnt an die wiederholte und trügerische Geste von Lady Macbeth, das Zeichen der Schuld von ihren Händen zu waschen, verharren die beiden Figuren auf der Bühne in der mechanischen Sühne des Reinigens. In diesem Schwebezustand, zwischen dem realen oder vorgetäuschten Versuch, den angerichteten Schaden wieder gutzumachen, nimmt CRY VIOLET Gestalt an. Es entsteht eine sich wandelnde Komplizenschaft zwischen der Ästhetisierung einer Schuld und dem Akt, sie zu lösen oder zu verbergen, bis sie selbst zu einer verführerischen, ansprechenden, werbewirksamen Materie wird. Der Kirchenraum der Heilandskirche ist der perfekte Aufführungsort für dieses Werk.

Choreografie, Performance, Kostüme: Ginevra Panzetti, Enrico Ticconi
Klangkomposition: Teho Teardo
Grafische Illustration: Ginevra Panzetti

Die Produktion entstand im Rahmen von Esplorazioni, einem Projekt der Triennale Milano in Zusammenarbeit mit Volvo Car Italia. Unterstützt durch Lavanderia a Vapore / Piemonte dal Vivo (Turin) und Theater Rampe (Stuttgart).


Eine Veranstaltung in Kooperation zwischen dem Stadtteilzentrum Westkreuz i.d. Heilandskirche und der Schaubühne Lindenfels.

Termine
Fr. 27.02.2026 / 19:30 Uhr
Ticket
Ballsaal der Schaubühne Lindenfels / Heilandskirche-Westkreuz in Leipzig-Plagwitz
Sa. 28.02.2026 / 19:30 Uhr
Ticket
Ballsaal der Schaubühne Lindenfels / Heilandskirche-Westkreuz in Leipzig-Plagwitz

Tickets in der Schaubühne, online und an allen Reservix-VVK-Stellen: 18 / 12 (erm.) Euro

Der Abend beginnt um 19.30 Uhr in der Schaubühne Lindenfels. Nach dem Eröffnungsstück geht es in einem gemeinsamen Ortswechsel zur Plagwitzer Heilandskirche-Westkreuz, wo der zweite Teil des Abends stattfindet.

Am Freitag, den 27. Februar findet im Anschluss ein Abendgespräch im Unterdeck der Heilandskirche mit dem Gastgeber Pfarrer Martin Staemmler-Michael und den beteiligten Künstler:innen statt. 


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