Spielplan
Einer der venezolanischen Protagonisten bringt das Thema Migration auf den Punkt mit dem Satz, dass sie dort kein Leben mehr haben. Auf ihrem Weg durch den Altiplano, die Atacamawüste und einige wenige Städte versuchen die Menschen, ins Innere Chiles vorzudringen. Dem Film gelingt eine berührende Parabel über Ankommende und Ansässige. Schmerzhaft schöne Landschaftsaufnahmen stehen im starken Kontrast zur hässlichen Fratze der Fremdenfeindlichkeit. Vor laufender Kamera brennen Habseligkeiten, während ein aufgebrachter Mob durch die Straßen zieht und die Schutzsuchenden attackiert. Eindrückliche Aufnahmen bezeugen das Entsetzen auf den Gesichtern jener, die nach einem tausende Kilometer langen Marsch mit leeren Händen dastehen und eigentlich nur eines suchen: ein würdevolles Leben.
Sebastián González Amilcar Infante, 2025, 70 Minuten, Chile, OmeU