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John Nguyen
(c) Eva Castellucci
John Nguyen
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DEWEY DELL: HAMLET

Shakespeares ikonische und ewig zweifelnde Theaterfigur als Ausgangspunkt für eine hochexpressive Performance. Ein besessenes Individuum, das gleichzeitig ist und nicht ist. Drei Tänzer:innen verwandeln Hamlets mentalen Zustand in eine physische Suche nach Besitz, wenn der eigene Körper einem anderen gehört. Dewey Dell manifestiert die unerträgliche Erfahrung gegensätzlicher Kräfte, die innerhalb eines menschlichen Körpers wirken können. Dabei hat sich die Gruppe von Trance-Riten aus der ganzen Welt inspirieren lassen, bei denen die Körper besessener Personen einer Göttlichkeit überlassen werden, was mit der Aufhebung ihrer menschlichen Identität einhergeht.

Cool und unberechenbar – das ist das  Künstler:innenkollektiv Dewey Dell mit Sitz in Cesena und Berlin, das von den drei Castellucci-Geschwistern Teodora, Demetrio und Agata sowie Eugenio Resta gegründet wurde und immer wieder beweist: „Was im Tanz relevant ist, bestimmt immer noch, wer ihn auch hervorbringt.“ (tanz). Die  Arbeiten der Gruppe zeichnen sich durch höchst unterschiedliche Ästhetiken aus und waren weltweit bei großen Festivals zu sehen. Sie bestechen durch „ausgeklügelte Choreografien, beeindruckende visuelle, musikalische und thematische Positionierungen in exzellenter technischer Umsetzung“. (tanz)
Nach„Marzo“ 2014 und dem Doppelabend „Deriva Traversa / Storm Atlas“ 2019 ist dies Dewey Dells drittes Gastspiel in der Schaubühne. Mit ihm setzen wir unsere Reihe „Scena Italia“ fort, bei der Produktionen von Künstler:innen der italienschen Tanz- und Performanceszene zu sehen sind.
 

Hamlet, in the tragedy by Shakespeare, seems immobilized by the order to avenge his father’s murder. The idea around which this show unfolds is the son’s profoundly human inability of doing. The choreographic research of the work moved close to the concept of corporeity that the trance rites of possession all around the world have in common. In the clear, incisive separation between the possessed person and the divinity, we encounter a condition of the body that is indeed very similar to Hamlet’s mental one.



Konzept: Dewey Dell
Choreografie: Teodora Castellucci

Mit: Ivan Björn Ekemark, Dylan Guzowski, Layton Lachman

Musik: Demetrio Castellucci


Kostüm: Guoda Jaruševičiūte

Technische Leitung, Lichtdesign und Requisiten: Vito Matera
Bühne: Transforma

Unterstützung Bühne: Ben Clark
Bildhauerei: Matteo Lucca
Video und Grafik: Clio Casadei, Riccardo Gambi
Maskendesign: Studio A - Thom Roberts
Produktionsleitung und Assistenz Choreografie: Agata Castellucci

Projektleitung und Verwaltung: Raquel Moreira

Videodokumentation: Ilaria di Carlo, Ethan Folk, John Nguyen



Eine Koproduktion von Dewey Dell mit der Tanzfabrik Berlin und dem Triennale Milano Teatro.

Das Gastspiel wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR -„Theater in Bewegung“.

 

 

Do / 08.12. / 20:00
Sa / 10.12. / 22:00

ab 12 Jahren | Language no problem!


Tickets in der Schaubühne, hier online und an allen Reservix-VVK-Stellen:
15 / 9 (erm.) Euro
 

 

Zweimal „Hamlet“ im Dezember, kompakt an drei Tagen: als Maskentheater im Schauspiel Leipzig und mit Dewey Dell als Performance-Spektakel in der Schaubühne. Die Termine sind so gelegt, dass der Besuch beider Produktionen möglich ist, zu dem wir dringend raten!

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