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KONO ATARI NO DOKOKA (SOMEWHERE AROUND HERE)

Eine Performance von Michikazu Matsune (Wien) und Martine Pisani (Paris)

Was bleibt vom Tanz, wenn die Show vorbei ist? Eine Frage, die sich die französische Choreografin Martine Pisani und der japanisch-österreichische Performancemacher Michikazu Matsune stellen. Beide lernten sich vor fast 20 Jahren kennen und verbindet eine enge künstlerische Beziehung. Komplettiert werden sie durch den niederländischen Maler und Performer Theo Kooijman.
Gemeinsam begeben sie sich anhand von Archiven, Videoaufnahmen, persönlichen Geschichten, geteilten Anekdoten und Imaginationen auf eine Reise durch Zeit und Raum. „Kono atari no dokoka (Somewhere around here)“ ist ein Ort, der gleichzeitig weit und doch so nah ist, mit verschwommenen, aber vertrauten Konturen. Von einem Strand in Kobe bis zum Hafen von Marseille, von Paris nach Wien zeichnen die Protagonist:innen ihre Wege in den 1980er und 1990er Jahren nach, wobei Pisanis Biografie und frühes Werk im Vordergrund stehen.
Mit wunderbar einfacher Poesie, Humor und vor allem Zärtlichkeit rekonstruieren die drei Künstler:innen das, was von der Vergangenheit übrig geblieben ist, zu einer verbundenen Gegenwart.

„Viel Applaus für diesen dramaturgisch gut aufgebauten, informativen und auch wichtigen Abend, der (…) zu Hause nachwirkt. (tanznetz)

„Die Raum-Zeit-Reise der drei Performer (…) verwischt Grenzen, reduziert Distanzen, überlagert Epochen und kombiniert Sprachen (…) der ewigen Gegenwart der Fantasie." (Le Monde)

Martine Pisani, geboren in Marseille, seit den 1980er-Jahren als Choreografin in Paris tätig. 1992 gründete sie die Compagnie du Solitaire, mit der sie über 20 Stücke erarbeitete, darunter Le grand combat (1993), sans (2000), Undated (2017) und Bouillir le vide, un récital (2020). Ihr Gruppenstück Slow Down wurde 2005 im Tanzquartier Wien präsentiert. Mit ihrem spielerischen und poetischen Zugang, weit entfernt von jeglichem Formalismus, untersucht Pisani die Relevanz von Bewegung und Techniken der Performancekunst. Die Essenz ihrer Arbeit: ein instabiler Tanz, geprägt von der Poesie des Unvorhersehbaren und der puren Präsenz des Körpers, ein Tanz gereinigt von Effekten. Sie lebt in der Nähe von Paris mit dem niederländischen Maler und Performer Theo Kooijman zusammen, der seit der Gründung der Kompanie als Tänzer, Assistent und Bühnenbildner tätig ist.

Michikazu Matsune, geboren in Kobe (Japan), lebt und arbeitet seit Ende der 1990er-Jahre in Wien. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer und konzeptioneller Performance und lassen Poesie, Humor, Absurdität und Kritik aufeinandertreffen. Matsune untersucht die Beziehung zwischen Identität und Globalisierung, Handlung und Sprache, Öffentlichkeit und Privatheit, wie in Goodbye (2016), All Together (2018) oder Mitsouko & Mitsuko (2021). Als Gastdozent unterrichtet er Performance u. a. an der Kunstuniversität Linz und an der Iceland University of the Arts. Derzeit ist er im Mentoring-Programm der Akademie der bildenden Künste Wien tätig. 

Konzept: Michikazu Matsune im Dialog mit Martine Pisani 
Basierend auf den frühen Arbeiten von Martine Pisani
Mit: Theo Kooijman, Michikazu Matsune, Martine Pisani 
Licht: Ludovic Rivière
Video: Michikazu Matsune, Maximillian Pramatarov, Anne Lenglet
Übertitel Leipzig: Panthea / Carolin Seidl 
Konzept Publikation: Michikazu Matsune, Miwa Negoro 
Design Publikation: Aki Namba
Management: Franziska Zaida Schrammel, Frauke Niemann
Produktion: Studio Matsune, La compagnie du solitaire 
Koproduktion: Festival d’Avignon, Tanzquartier Wien, Maison de la Culture d’Amiens, fabrik Potsdam, SPRING Performing Arts Festival Utrecht

Das Gastspiel findet mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur statt.

Termine
Fr. 31.05.2024 / 20:00 Uhr
Ticket
Ballsaal
in japanischer, englischer und französischer Sprache mit englischer und deutscher Übertitelung
Sa. 01.06.2024 / 20:00 Uhr
Ticket
Ballsaal
in japanischer, englischer und französischer Sprache mit englischer und deutscher Übertitelung

Tickets in der Schaubühne, hier online und an allen Reservix-VVK-Stellen: 15 / 9 (erm.) Euro